Holz Greiter ist eines der ältesten Unternehmen der Stadt Kempten.

Handarbeit war in den frühen Jahren der Firma Greiter Trumpf.

Handarbeit war in den frühen Jahren der Firma Greiter Trumpf.

Ursprünglich stammt die Familie Greiter aus Meran in Südtirol. 1770 wanderte ein Teil der Familie die damals mit Holzeinschlagen und Holzsägen ein traditionelles Familiengewerbe pflegte jedoch nach Imst in Tirol ab und später fanden die Greiters in Kempten eine neue Heimat.

Die Geschichte der Firma Greiter in Kempten beginnt daher im Jahre 1800 als die Brüder Michael und Mang Greiter das Holzflößen auf der Iller begannen. Die Familie flößte Schnitt-. und Stammholz zu den Donaustädten und betrieb auf dem Rückweg nach Kempten nebenbei noch einen Pferdehandel.

In der Zeit zwischen 1850 und 1857 musste der Flößereibetrieb auf Grund des Baus von Staustufen und Wehranlagen immer mehr eingeschränkt werden, so dass im Jahre 1857 der Flößereibetrieb gänzlich eingestellt wurde.

Daraufhin wurde im damaligen Industriegebiet Kempten-Wies (heute Hauptbahnhof) das erste Dampfsäge- und Hobelwerk im Allgäu gebaut und man verlegte sich gänzlich auf das Bearbeiten von Holz.

Das Wachstum der Stadt Kempten führte im Jahre 1927 zu einem Standortwechsel. Am alten Standort war eine Erweiterung der Betriebsfläche nicht mehr möglich, gleichzeitig folgten die damaligen Besitzer, Sylvester und Josef Greiter dem Ruf des OB Dr. Otto Merkt und man siedelte an das Gelände am Ostbahnhof um.

Das Dampfsägewerk in Kempten-Wies.

Das Dampfsägewerk in Kempten-Wies.

Das Betriebsgelände am Ostbahnhof um ca. 1930.

Das Betriebsgelände am Ostbahnhof um ca. 1930.

Betriebseigener Langholztransporter aus dem Jahre 1936.

Betriebseigener Langholztransporter aus dem Jahre 1936.

Im Frühjahr 1945 wurde das Betriebsgelände durch amerikanische Angriffe völlig zerstört. Auch durch die Unterstützung von befreundeten Unternehmen war das Unternehmen sechs Monate nach dem Kriegsende wiederaufgebaut und konnte seine Tätigkeit wiederaufnehmen. Der Eisenbahnanschluss erwies sich   als wertvoll und Lieferungen gingen sogar bis ins Ruhrgebiet.

1951 war es ein weiterer Sylvester Greiter der die alleinige Nachfolge von Vater Sylvester und Onkel Josef Greiter angetreten hat. Er hat die Entwicklung der Firma hin zum Handelsunternehmen vorangetrieben. 1956 baute er eine für Platten konzipierte Lagerhalle, 1959 eine neue Gattersäge und 1969 wurde ein Verkaufs- und Ausstellungsgebäude erbaut.

 

Ausstellungs- und Verkaufsgebäude während der Bauzeit 1969.

Ausstellungs- und Verkaufsgebäude während der Bauzeit 1969.

Das Gebäude nach der Fertigstellung 1970.

Das Gebäude nach der Fertigstellung 1970.

Das Betriebsgelände 1990.

Das Betriebsgelände 1990.

1977 verfügte die Firma über sieben Filialen bzw. Verkaufsstätten im gesamten Allgäu: Lindau, Weiler, Balderschwang, Riezlern, Oberstdorf, Pfronten und Füssen, dafür wurde 1978 der unrentable Sägebetrieb eingestellt.

1987 übergab Sylvester Greiter den Betrieb an seine Söhne Sylvester und Rudolf Greiter. Unter Ihrer Regie wurden frühzeitig Kragarmregale für die Lagerung von Platten und Holzwerkstoffen eingeführt. Außerdem waren Vier-Wege-Stapler eine wichtige Innovation für die Lageroptimierung. Die regionale Belieferung durch eigene LKW´s an das regionale Handwerk wurde ausgebaut und die Verkaufsstellen geschlossen. Auch der heutige Firmenname „Holz Greiter GmbH“ war eine Weiterentwicklung.

Ein bedeutender Einschnitt folgte 2010, indem auf dem bestehenden Betriebsgelände der Neubau von Lager und Verwaltungs- bzw. Ausstellungsgebäude realisiert wurde.

Lagerhalle_gesamt_wBEIn Blick in unser Lager mit Plattenwerkstoffenholz_greiter_gmbh_historie_8

 

SG und RGZu Jahresbeginn 2015 folgte wieder ein Sylvester Greiter auf einen Sylvester Greiter. Der Vater gab seinen Anteil am Unternehmen an seinen Sohn weiter und derzeit führen Onkel Rudolf Greiter mit seinem Neffen Sylvester Greiter das Unternehmen.